Yoho National Park

Nach einem kräftigenden und leckeren Frühstück bei „Golden Bakery & Deli“ ging es auf in Richtung Yoho National Park. Nachdem wir aus dem Kessel, in dem Golden liegt, kamen und uns auf dem Trans-Canada-Highway nach oben arbeiteten, bekamen wir auch endlich blauen Himmel zu sehen. Ein perfekter Tag also für den Besuch des Parks. Auf der Fahrt dorthin haben wir auch unser erstes (und oft auf Straßenschildern angepriesenes) Tier gesehen – ein Dickhornschaf stand da einfach rechts am Straßenrand hinter der Fahrbahnabgrenzung. Leider konnte man so schnell gar nicht den Fotoapparat zücken…

Erster halt auf dem Weg war bei „Natural Bridge“, eine Gesteinsformation, die, wie der Name vermuten lässt, wie eine Brücke aussieht und darunter hat sich der Fluss seinen Weg gebahnt. Weiter ging es zum absoluten Highlight des Parks – dem Emerald Lake. Mit dem strahlend blauen Himmel, den schneebedeckten Berggipfeln im Hintergrund und seiner smaragdgrünen Farbe hat uns das dargebotene Farbenspiel und Bild auch absolut begeistert. Der See lag so still und friedlich da umringt von den mächtigen Bergen, die sich im Wasser gespiegelt haben. Wir haben uns dann aufgemacht und den See bei einer tollen Wanderung (5.2 km) umrundet. Auf der einen Seite kamen wir an roten Zedern und ausgedehnten Wildblumenwiesen vorbei mit Warnschildern die auf die Lawinengefahr hinwiesen, auf der anderen Seite hatte man das Gefühl im Regenwald zu stehen, so feucht und rutschig war es dort. Der See liegt übrigens relativ hoch, weswegen er auch von November bis Juni zugefroren ist. Auf unserer Wanderung haben wir wieder angestrengt Ausschau nach Bären gehalten, aber leider bzw. zum Glück keine gesehen. Unsere Infobroschüre zum Thema Begegnung mit Bären hatten wir natürlich sehr ausgiebig studiert. Diese Wanderung war definitiv eines der Highlights und wir haben unzählige Fotos geschossen.

Mit diesen tollen Eindrücken ging es weiter zum „Upper Spiral Tunnel“ Aussichtspunkt. Und wir hatten sogar Glück, dass genau zu der Zeit auch ein Zug kam! Die Güterzüge in Kanada sind oftmals sogar mehrere Kilometer lang, so dass man beim Cathedral Mountain beobachten kann, wie der Zug am einen Ende des Tunnels wieder rausfährt, während der letzte Wagon noch nicht in den Tunnel gefahren ist. Aber wir mussten mit den ganzen Bäumen schon sehr genau hinschauen, dass wir den Zug auch ja nicht übersehen. Nächster Halt war der „Meeting of the Waters“ Aussichtspunkt, von wo aus man sieht, wie der Yoho River und der Kicking Horse River zusammen fließen. Bei genauem Hinschauen erkennt man auch die unterschiedliche Färbung des Wasser – der etwas milchigere Yoho River und der klarere Kicking Horse River.

Letzter Halt an diesem beeindruckenden Tag war der Takakkaw Wasserfall. Takakkaw bedeutet so viel wie „it is magnificent“ – es ist prächtig/großartig. Und das war der über 300m hohen Wasserfall in der Tat.

Nach all diesen Eindrücken haben wir auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp in Field eingelegt und uns dort im Truffle Pigs Bistro einen Kaffee gegönnt, diesen dann draußen im Sonnenschein genossen und dabei den ewig langen Güterzug begutachtet, der dort stand. Field ist nicht mehr als ein Dorf mit gerade mal 200 Einwohnern und wir waren doch recht froh bei der Unterkunftswahl auf Golden gesetzt zu haben. Dort gab es am Abend dann auch den weltbesten Burger im „The Wolf’s Den“. 🙂

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Banff National Park

Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt erreichten wir Banff, wo wir zunächst unsere Unterkunft für die Nacht bezogen, das Homestead Inn, mitten in Downtown Banff. So konnten wir das Auto getrost stehen lassen und das Zentrum zu Fuß erkunden. Vom Ende der Banff Avenue hatten wir einen tollen Blick auf die Rocky Mountains mit wolkenverhangenen Gipfeln. Banff ist ein sehr beliebter Ort bei Touristen, da es der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungen des Banff National Park ist. Der Ort hat sich ganz und gar auf die Touristen eingestellt und es gibt zig Souvenirshops. Den Abend haben wir im Pub der Banff Brewing Company bei gutem Essen und leckerem Bier verbracht.

Am nächsten Tag ging es dann mit einem kurzen Stopp bei den Bow Falls weiter zum Fairmont Springs Hotel. Das imposante Luxushotel öffnete bereits 1888 seine Tore für die Öffentlichkeit und bis heute hält sich Sage, dass in dem Hotel der Geist einer dort verunglückten Frau im Brautkleid oftmals im Ballsaal tanzen gesehen wird oder durch die Flure geistert. Wir haben keinen Geist im oder außerhalb des Hotels gesehen 🙂

Weiter ging es zu einer der Hauptattraktionen des Banff National Park – dem Lake Louise, einem Gletschersee. Mit tausend anderen Touristen bahnt man sich seinen Weg zum Parkplatz, wo Einweiser einen zu den freien Plätzen schleusen. Nach einem kurzen Spaziergang durch ein Stück Wald steht man plötzlich am Ufer des Sees. Mit dem richtigen Sonneneinfall glänzt der See strahlend smaragdgrün. Die Farbe des Sees entsteht durch das Gesteinsmehl, welches vom Schmelzwasser der Gletscher oberhalb des Sees in diesen getragen wird. Der See fließt in den Louise Creek, der wiederum in den Bow River fließt. Unten am See stehend, sieht man auf der einen Seite die Gletscherzunge fast bis zum See ragen, auf der anderen Seite das Fairmont Chateau Lake Louise, ein weiteres Luxushotel, welches zu den prächtigen Eisbahnhotels Kanadas gehört.

Nach einem Spaziergang entlang des Ufers haben sich Flo und Chrissy noch aufgemacht zu einem höheren Aussichtspunkt, dem Fairview Lookout. Der Aufstieg war recht anstrengend, aber sie wurden mit einer tollen Aussicht belohnt.

Von Lake Louise ging es weiter zum benachbarten Moraine Lake. Dort war es deutlich kälter (der See liegt auf ca. 1800 m), jedoch nicht weniger überlaufen mit Touristen. Hier hatten wir sehr viel Glück, denn es wurde direkt vorne ein Parkplatz frei nachdem wir schon die zweite Runde gedreht hatten. Der Moraine Lake liegt zwar keine fünf Minuten Fußweg vom Parkplatz entfernt, aber das Seeufer ist schwerer zugänglich als bei Lake Louise und so haben wir uns mit anderen Touristen eingereiht um das beste Fotomotiv zu bekommen. Leider war an diesem Tag der Himmel sehr grau und die normalerweise ebenfalls smaragdgrüne Farbe kam nicht zur Geltung. Der Moraine Lake ist ebenfalls ein Gletschersee und liegt im Valley oft he Ten Peaks, von denen wir jedoch auf Grund der tief hängenden Wolken nicht viel gesehen haben.

Am Nachmittag haben wir uns aufgemacht nach Golden, wo wir zwei Nächte im wundervollen Pine Cones Bed & Breakfast verbracht haben. Ein wahres Zuhause – gemütlich und liebevoll eingerichtet, mit sehr netten und hilfsbereiten Gastgebern. Dort haben wir uns sofort wohl gefühlt und wären gerne länger geblieben.

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Calgary

Von den Strapazen der Anreise gut erholt und ausgeschlafen, haben wir uns nach dem Frühstück am nächsten Tag aufgemacht nach Downtown Calgary. Bei Tageslicht sah doch alles schon viel freundlicher aus und auch die Orientierung viel leichter.

So war unser erster Stopp beim Calgary Tower, von wo aus wir uns einen Überblick verschafften. Zwar war der Himmel etwas grau verhangen, dennoch konnten wir bis zu den Rockies schauen. Anschließend sind wir entlang der Fußgängerzone in der Stephen Avenue geschlendert, wo es viele kleine Geschäfte und Pubs gibt. Zufällig kam genau zu der Zeit auch ein kleiner Umzug in Gedenken an die gefallenen Feuerwehrleute von Calgary vorbei („Calgary Fallen Firefighters Memorial“). Nächster Halt war der Prince’s Island Park, eine kleine Insel im Bow River. Hier herrschte reges Treiben mit Büroangestellten, die dort ihre Mittagspause verbrachten, Spaziergängern und Touristen. Die Parkanlage ist überschaubar, aber schön angelegt. Dort haben wir auch das erste Eichhörnchen gesehen. Nach diesem ausgiebigen Spaziergang haben wir uns mit einem Essen in der „Old Spaghetti Factory“ gestärkt, bevor es weiter in Richtung Banff ging.

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Auf nach Kanada!

Am 07. September 2015 war es soweit, es ging los nach Kanada!

Doch schon der Weg zum Flughafen gestaltete sich als kleine Herausforderung, nachdem die S-Bahn plötzlich nicht mehr weiterfuhr und der Schaffner uns nach Minuten des Wartens informierte, dass dieser Zug nun umkehren würde und Fahrgäste zum Flughafen bitte in die S8 an der Donnersbergerbrücke umsteigen sollte. So fanden wir uns einige Zeit später genau da wieder wo vor einer dreiviertel Stunde die Reise begonnen hatte.

Nach diesem ungeplanten Umweg, kamen wir dann aber endlich am Flughafen an, die Koffer wurde aufgegeben und um 15.30 Uhr hob unsere Maschine (ein gerade mal 4 Wochen alter Dreamliner von Air Canada) in Richtung Toronto ab.

Nach einem uns endlos scheinenden Flug wurden wir in Toronto bei der Einreise erst mal direkt gefragt, ob wir Bärenspray bei uns hätten – das ist zwar äußerst nützlich in der Wildnis Kanadas, darf aber nicht eingeführt werden. Nachdem die weiteren Formalitäten geklärt waren, nahmen wir die Beine in die Hand um unseren Anschlussflug nach Calgary nicht zu verpassen. Die Koffer haben wir schlussendlich einfach einem kleinen Mann überlassen, der diese auf das Lieferband für Sperrgepäck verfrachtete, denn das eigentliche Gepäckband war defekt und wir hatten keine Zeit mit Warten zu verlieren. Leider wurde unser Weiterkommen jedoch wieder verzögert, als wir in einer sich nicht zu bewegen scheinenden Schlange bei der Sicherheitskontrolle anstanden. Was wir nicht bedacht hatten: der Montag war ein Feiertag in Kanada gewesen und viele hatten dies für ein verlängertes Wochenende genutzt. Nun standen wir also da, die Zeit tickte unaufhörlich und erst auf mehrmaliges Nachfragen und Bitten unsererseits, hat sich der Sicherheitsbeamte schlussendlich erbarmt und uns nach vorne gelassen. So kamen wir gerade noch rechtzeitig am Gate an und wir saßen erschöpft in den Sitzen als die Maschine endlich in Richtung Calgary abhob.

In Calgary angekommen, haben wir dann erleichtert alle Koffer vollzählig in Empfang genommen und uns aufgemacht zum Hertz-Büro, um die Formalitäten für unseren Mietwagen zu klären. Gegen elf Uhr nachts hatten wir dann endlich alle Koffer (mit einigem hin und her rangieren) im Auto verstaut (hurra – alles passte rein!) und es ging los zur ersten Unterkunft der Reise, dem Flughafenhotel. Das Finden des Hotels, welches laut Google-Maps nur 4 Kilometer entfernt sein sollte, stellte sich doch als kleine Herausforderung dar. Wir fuhren und fuhren und kamen nach 14 Kilometern endlich an einem Hampton Inn Hotel an, jedoch hat uns schon der erste Eindruck ein bisschen verwirrt – die Bilder des Hotels hatten wir anders in Erinnerung. Und als wir an der Rezeption standen, bestätigte sich der Verdacht: Das Navi hatte uns zum falschen Hotel geschickt! So hieß es wieder umkehren und zurück Richtung Flughafen, wo wir endlich nach einer kleinen Irrfahrt im Hotel einchecken und in einen tiefen Schlaf fallen konnten.

Das Abenteuer Rundreise von Calgary nach Vancouver konnte also starten!

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    Blue Lagoon Beach Resort – Nacula Island

    Voller Vorfreude auf das nächste Ziel warteten wir am nächsten Tag auf den Transfer zum Katamaran und ließen uns zunächst auch nicht von ersten dunklen Wolken beirren. Wir waren einfach positiv gestimmt und der Meinung, dass die Schlechtwetterfront in Richtung Süden zieht und wir ja in Richtung Norden fahren…. Um kurz vor elf war es dann soweit, wir wurden singend verabschiedet und zum Katamaran gefahren, der weiter draußen wartete.

    Da das Wetter nicht so berauschend schien, suchten wir uns im Inneren einen Platz, was sich kurze Zeit später als richtige Entscheidung erwies, denn es fing unerbittlich an zu regnen. Wir ließen uns die Laune dennoch nicht verderben und blieben frohen Mutes, dass sich der Regen bis zu unserer Ankunft in zwei Stunden verziehen würde. Das war jedoch weit gefehlt! Der Regen gab nicht nach und so wurden wir abenteuerlich im Regen vom Katamaran auf das kleine Boot verfrachtet und zur Insel gebracht, wo die Angestellten dem Regen trotzten und uns ebenfalls singend willkommen hießen 🙂

    Tja, und da saßen wir nun in unseren Beachfront Deluxe Buren und starrten in den Regen, der mittlerweile in Starkregen übergegangen war, so dass wir teilweise nicht einmal mehr das Meer sehen konnten, obwohl wir ja direkt am Strand waren. Aber wir nahmen es wie es war und verbrachten den Tag mit Activity spielen auf der Terrasse und haben Bekanntschaft mit einem streunenden Hund gemacht, der sich bei uns auf der Terrasse sehr wohl zu fühlen schien, sowie mit einem der Besitzer des Hotels, der im Regen an uns vorbei lief und uns willkommen hieß. Nun ja, das Paradies hatten wir uns anders vorgestellt, aber nach einem leckeren Essen im Restaurant, sah die Welt schon wieder besser aus und am nächsten Tag war der Regen verschwunden und die Insel zeigte sich in ihrer ganzen Schönheit. Das Wasser war türkis-blau, denn vor uns lag eine wunderschöne Lagune. Der Strand war weiß und mit den grünen Palmen gab es ein traumhaftes Panorama.

    Wir inspizierten das Resort (ein Restaurant und einen Pool) sowie die Liste der von der Tauchschule angebotenen Aktivitäten. Wir wollten auf jeden Fall an der Wanderung zur nahegelegenen Bergspitze sowie an dem Ausflug zu den nahe gelegenen Sawa-i-Lau Höhlen teilnehmen.

    Unsere Strandburen boten alles, was man für einen perfekten und paradiesischen Urlaub benötigt – eigene Strandliegen und eine Hängematte, von der aus man direkt auf das Meer blicken und die Seele baumen lassen konnte.

    Zunächst haben wir aber erst einmal den Strand erkundet und auf unserem Spaziergang zum südlichen Ende des Strandes unzählige Einsiedlerkrebse, lustige Schlammspringer und anderes Getier entdeckt. Und dann ging es ans Erkunden des Riffs, was unmittelbar vor der Insel beginnt und sich weit nach draußen zieht. Da das Riff in der Lagune lag, war das Wasser den ganzen Tag ideal zum baden und schnorcheln. Bei Flut konnte man sogar bequem über das Riff schwimmen bzw. in Strandnähe vor sich hin dümpeln.

    Ein großer Teil des Riffs nahe des Strandes ist mit Bojen markiert, damit die Schnorchler nicht zu weit raus und ggf. in den Bootskanal schwimmen. Wir haben uns dennoch einige Mal ein Stück weiter außerhalb der Markierung aufgehalten, wo es riesige Korallenstöcke und weitere lustige, bunte Fische zu sehen gab.

    Zu den Highlights beim Schnorcheln zählten kleine Anemonenfische, Seesterne, Seeschnecken, Feuerfische, Kugelfische, Rochen, Shrimps (die Flo besonders lieb hatten und sich an ihn hafteten), und viele weitere Meerestiere.

    Das Beste war aber ein Octopus, der versteckt zwischen Korallen saß. Er hatte sich mit Korallenstücken eine kleine Höhle gebaut und beobachtete von dort aus das Geschehen und ließ sich von nichts beeindrucken. Seine Tarnung war perfekt und man konnte ihn kaum von den Korallen unterscheiden. Drei Tage lang sind wir jeden Tag an ihm vorbei geschnorchelt und haben bei ihm verweilt in der Hoffnung, dass er sich doch endlich mal aus seiner Höhle raus bewegen würde. Und dann am dritten Tag am späten Nachmittag war es endlich soweit. Er saß zunächst draußen, oberhalb seiner Höhle und war weiterhin gut getarnt. Wenn man ihm zu nahe kam, änderte er seine Farbe in weiß. Doch plötzlich veränderte er erneut seine Farbe und Form, er wurde ganz grau-blau und stromlinienförmig mit glatter Oberfläche und schwamm schwupps davon. Das war ein beeindruckendes Erlebnis!

    An einem Morgen haben wir uns dann um 8.30 Uhr mit anderen Gästen und unserem Guide auf den Weg zur Bergspitze gemacht. Der Marsch verlief querfeldein über teils rutschige Trampelpfade hinauf zur Spitze. Nach ca. 35 Minuten waren wir oben angekommen und hatten einen fantastischen Rundblick über die Insel, sowie benachbarte Inseln. Man konnte sehr gut die Lagune und das Riff erkennen und der starke Wind oben verschaffte ein wenig Abkühlung nach dem schweißtreibenden Aufstieg. Auf dem Weg nach oben haben wir auch zum ersten Mal eine Maniokstrauch in natürlicher Umgebung gesehen und auf dem Weg nach unten sind wir an einem großen Schlammgebiet vorbei gekommen, wo es nur so von Krebslöchern gewimmelt hat. Wir konnten kaum glauben, dass sich die ganzen Krebse so weit zurück ziehen und hier vergraben – teils waren es Löcher mit beachtlichem Ausmaß. Und dann haben wir noch lustige kleine Krebse mit einer großen roten Schere und blau gepunktetem Rücken gesehen!

    An einer traditionellen Kava Zeremonie haben wir natürlich auch teilgenommen 🙂 Kava ist ein Pulver, das aus der Wurzel der Pfefferpflanze gewonnen wird und über längere Zeit in einer Art großen „Teebeutel“ in einer Wasserschüssel geschwenkt wird, so dass sich das Wasser nach und nach verfärbt (schlammig) und den pfeffrigen Geschmack der Wurzel annimmt. Getrunken wird das Ganze dann in einer Zeremonie, bei der man im Kreis sitzt und eine halbe Kokosschale gefüllt mit Kava reihum gereicht wird. Es war interessant an dieser Zeremonie teilzunehmen, jedoch ist der Geschmack recht gewöhnungsbedürftig 🙂

    Wir haben uns aber auch sportlich betätigt und an einem Nachmittag Kajaks von der Tauchschule ausgeliehen und sind damit hinaus gepaddelt, um ein wenig die nähere Umgebung zu erkunden. Von draußen hatten wir auch einen tollen Blick auf das Resort und unseren Strand. Die Strömung war jedoch nicht zu unterschätzen und wir mussten ordentlich paddeln, um wieder an den Strand zu kommen. Nur Flo schien in seinem Element und ein geborener „Kanadier“ zu sein 🙂 Er paddelte fröhlich und scheinbar ohne Mühe vor sich hin, wohingegen wir anderen mit dem schlimmsten Muskelkater rechneten 😉

    Flo und Fahim haben sich dann unter die Fischer gewagt und an einem Ausflug zum Handlinefishing teilgenommen. Leider schienen die Fische weniger beeindruckt, denn keiner der Teilnehmer konnte einen Fang vorweisen und so war es am Ende doch eher nur eine nette Bootsfahrt gewesen als ein aufregendes Fischerabenteuer 🙂

    Ein absolutes Abenteuer dagegen und weiteres Highlight war unsere Tour zu den Sawa-i-Lau Höhlen ca. 45 Minuten von Nacula Island entfernt. Bei den Höhlen handelt es sich um Kalksteinhöhlen in denen sich ein großer Pool befindet, der nur durch eine Öffnung in der Decke der Höhle mit Licht versorgt wird. Durch einen Durchbruch Unterwasser kann man in eine weitere Kammer gelangen, in der es jedoch stockdunkel ist. Bekanntheit haben die Höhlen und die Umgebung vor allem dadurch erlangt, dass der Film die „Blaue Lagune“ mit Brooke Shields hier gedreht wurde. Nach der Ankunft am Strand ging es ausgerüstet mit Schnorchel, Maske und teils Flossen hoch zum Eingang der Höhle. Über weitere Stufen ging es ins Innere und dann über eine Leiter oder mit einem beherzten Sprung ins kühle Nass des Pools. Was sich alles am Grund des Wasser tummelte, wollte man lieber nicht so genau wissen (u.a. Aale). Von einer Öffnung in der Decke fiel Licht herein, so dass man die Höhle gut inspizieren konnte.
    Dann ging einer unserer Guides voran durch den Unterwasserdurchbruch, um zu sehen, wie tief man tauchen musste um hinüber zu gelangen (abhängig von Ebbe und Flut). Nach kurzer Zeit tauchte er wieder auf und sagte, es sei nicht einmal eine Minute, die man die Luft anhalten müsse. Ein Guide positionierte sich am Eingang, der andere auf der anderen Seite des Durchbruchs, um uns in Empfang zu nehmen und darauf zu achten, dass niemand sich den Kopf an den tief hängenden Felsen beim Auftauchen stößt. Flo war gleich Feuer und Flamme, und Fahim war sich auch sicher, nur Jo und ich hatten ein mulmiges Gefühl und wussten nicht, ob wir uns wirklich trauten da durch zu schwimmen. So haben wir uns erst einmal unter Wasser angeschaut, wie die anderen durchschwimmen und es sah gar nicht mehr so schlimm aus. So haben wir allen Mut zusammen genommen und sind auch mit rüber geschwommen. Der Guide hat mit einem bis drei gezählt und einen dann unter Wasser gedrückt und einen ordentlichen Schubs nach vorne gegeben. Mit nichtmal zwei Beinschlägen war man schon so gut wie durch und der zweite Guide hat einen beim Auftauchen den Kopf gehalten und ggf. noch weiter nach vorne geschubst. Und dann tauchte man auf und befand sich in einer stockdunklen Höhle und konnte sich nur an den Stimmen orientieren. Unser Guide führte uns dann tiefer in die Höhle in eine weitere kleine Kammer, die ebenfalls einen Durchbruch in der Decke hatte durch den Licht ins Innere fiel. Dort hat unser Guide uns dann aufgefordert „Bula“ zu rufen und der Effekt war ein beeindruckendes Echo 🙂
    Danach ging es langsam zurück und wieder durch den Unterwasserdurchbruch zurück in die Hauptkammer und dann raus und zurück zum Strand. Die Tour war zum Glück so organisiert, dass das nächste Ausflugsboot erst ankam, als wir wieder raus aus der Höhle kamen. So waren nur wir in der Höhle und konnte es richtig genießen und auf uns wirken lassen. Am Strand gab es wieder einen kleinen Markt, vom Einheimischen Dorf dieser Insel organisiert und anschließend ging es zurück nach Nacula Island. Es war ein tolles Erlebnis, das man kaum in Worten oder Bildern wiedergeben kann.

    Am letzten Abend auf Nacula Island gab es noch einen traditionellen Meke Abend, mit Tanz, Gesang und leckerem Buffet. Die meisten Gäste haben Blumenketten umgehängt bekommen und am Ende wurden alle Gäste zum gemeinsamen Tanz aufgefordert 🙂

    Es war ein schöner Abschluss für unsere sieben Nächte auf Nacula Island, die wir sicherlich nicht vergessen werden.

    Rain

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    Crab

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